Handschrift vs. Digitales Tippen

Handschrift oder Digitales Tippen, ACCENON Zeiterfassung

Handschrift vs. Digitales Tippen

Wann haben Sie das letzte Mal mehr als 100 Wörter per Hand geschrieben? Heutzutage nutzen wir täglich das Smartphone oder den Laptop, texten über Messenger-Programme und ständig sind wir im digitalen Austausch miteinander – sogar unsere Sprache hat sich dadurch verändert. Unsere Kommunikation wird also zunehmend digitalisiert. Doch schließlich haben wir als Kind einmal mühselig das Schreiben gelernt. Für was eigentlich, wenn man sich diese Entwicklung anschaut? Brauchen wir das heute noch oder steckt vielleicht noch mehr dahinter?

Gepostet: 22. Februar 2021

Autor: Christian Schad

Kategorie:  IT & Software

Lesezeit: 2 Minuten

Die Entstehung der Handschrift

Die Handschrift auf papierähnlichem Material hat ihren Ursprung zwischen dem ersten und dritten Jahrhundert und hat verschiedene Entwicklungsstufen zurückgelegt. Zunächst begannen die Menschen mit der Feder auf Papyrus zu schreiben. Doch lange vorher haben die Griechen und Römer schon Zeichen in Steine gemeißelt oder in Tontafeln geritzt. Heute wird Handschrift als erstes mit der Schule in Verbindung gebracht. Es gibt sogar Länder, die die Pflicht zum Erlernen der verschiedenen Schreibtechniken gelockert haben und die Schreibschrift (gebundene Handschrift) aus dem Schulunterricht verbannt haben. Finnland zum Beispiel. Hier wird sich sehr früh mit dem Tastaturschreiben beschäftigt. Klingt modern, wird aber auch kritisiert. Schließlich dient das Schreibenlernen auch für die Entwicklung der Feinmotorik von Kindern. Zudem sind wir von technischen Geräten abhängig. Ein handgeschriebener Brief lässt sich schließlich nicht durch Times New Roman in Schriftgröße 11 ersetzen.

Handschrift oder Digitales Tippen, ACCENON Zeiterfassung

Handschrift – der wiederkehrende Trend?

In manch anderen Bereichen scheint die Handschrift ein Revival zu feiern. So sind zum Beispiel Bullet Journaling oder klassisches Journaling alias Tagebuch schreiben bei immer mehr Menschen beliebt. Angefangen bei Selbstreflexion über Zukunftsplanung bis hin zu To-Do-Listen, die hier handschriftlich in jeder Menge Notizbücher festgehalten werden. Zu jedem Trend gibt es also auch eine Gegenbewegung, deren Vorteile sicher ebenfalls nicht von der– im wahrsten Sinne des Wortes – Hand zu weisen sind.

Ziehen wir die Wissenschaft heran. Doch wie auch in der Bevölkerung die Vorlieben auseinandergehen, herrscht auch hier keine Einigkeit darüber, was nun besser ist. Außer in einer Aussage, die sehr gut nachzuvollziehen ist. Warum gegenseitig ausspielen und nicht die Vorteile aus beiden Welten nutzen? 97 % aller Jugendlichen haben ein Smartphone, also lässt sich digitales Schreiben nicht aufhalten. Das Schreiben per Hand soll das Einprägen fördern. Schreiben und die daraus resultierende Kommunikation ist ein wichtiges kulturelles Werkzeug und beide Techniken sollten mit ihren Vorteilen ausgenutzt werden.

Persönlich stelle ich fest, dass meine Schrift sich von einer Schönschrift in der Schulzeit bis hin zu einer Sauklaue heute deutlich verändert hat. Das hat mich auch auf das Thema dieses Beitrags gebracht. Nach wenigen Worten auf einem Blatt Papier schmerzt die Hand, weil sie diese Art der Belastung nicht mehr gewohnt ist und da bin ich sicher nicht der Einzige, oder?

Ob ich daran etwas ändern möchte? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Wir sind ein Softwarehaus. Wir programmieren Software, vertreiben Hardware und setzen auf moderne Techniken und Technologien. Wir können sagen, dass wir stolz auf ein nahezu papierloses Büro sind. Papier ist geduldig, wir setzen auf digitale Workflows und stehen klar hinter der Entscheidung, Personalprozesse zu digitalisieren.

Handschrift oder Digitales Tippen, ACCENON Zeiterfassung

Digitales Tippen überwiegt – ersetzt die Handschrift aber nicht

Es lässt sich unweigerlich feststellen, dass die Handschrift seltener gebraucht wird. Das Paket wird heute direkt an einem mobilen Gerät des Paketboten signiert. Der Kundenservice lässt sich für die Reparatur der Waschmaschine den Arbeitsnachweis direkt am Tablet signieren.  Auch viele Formulare werden in Textprogrammen direkt am PC ausgefüllt. Die persönliche Unterschrift gilt aber nach wie für viele Vorgänge als Voraussetzung für den Abschluss. Na‘ hoffentlich verlernen wir diese nicht. Ob Handschrift oder die digitale Form – es gibt kein richtig oder falsch, vermutlich nur die richtige Dosierung.

Wie sehen Sie das? Sind Sie Verfechter der Handschrift oder erledigen Sie alles digital? Worin sehen Sie die Vorzüge? Wir freuen uns auf Ihre Meinung in den Kommentaren!

Bildquellen: Kelly Sikkema, Ava Sol, Docusign

Sie wollen keinen Blogbeitrag mehr verpassen?

Zur Newsletteranmeldung

Das könnte Sie auch interessieren

Generationen auf dem Arbeitsmarkt – Ein Kommentar: Was Babyboomer, Generation X oder Generation Y mitbringen und brauchen

Generationen auf dem Arbeitsmarkt – Ein Kommentar: Was Babyboomer, Generation X oder Generation Y mitbringen und brauchen Jede Generation hat ihre ganz speziellen Bedürfnisse, Eigenschaften und auch Eigenheiten [...]

Erfolg – So viel Interpretationsspielraum steckt in einem kleinen Begriff

Erfolg – So viel Interpretationsspielraum steckt in einem kleinen Begriff Regelmäßig stolpern wir in privaten oder beruflichen Situationen darüber: den Erfolg. Schneller Erfolg, Glück und Erfolg oder nachhaltiger [...]

2021-02-22T12:03:31+01:00

Möchten Sie uns dazu etwas sagen?

Nach oben