Was ist Kryptowährung und wie verändert sie die Welt?

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Was ist Kryptowährung und wie verändert sie die Welt?

Kryptowährung ist ein Begriff, den man in der heutigen Welt des Öfteren hört. Die digitale Währung etabliert sich immer mehr und wird teilweise schon als alternative Zahlungsart akzeptiert. Was steckt aber hinter diesem digitalen Konzept und was sind hier die Vor- und Nachteile? Wird die Kryptowährung die Münzen und Scheine bald ersetzen oder ist das noch Zukunftsmusik?

Gepostet: 19. Juli 2021

Autor: Moritz Daiber

Kategorie:  IT & Software

Lesezeit: 3 Minuten

Kryptowährung – das Geld der Zukunft?

Zuerst einmal stellt sich die Frage: „Was sind Kryptowährungen überhaupt?“ Kryptowährungen, oder auch Kryptos genannt, sind digitale Währungen, die sich außerhalb der Kontrolle finanzieller Institutionen und Regierungen befinden. Man kann mit Ihnen zahlen und sie können getauscht und gehandelt werden. Es gibt unzählig viele Kryptowährungen mit den unterschiedlichsten Merkmalen und Anwendungsbereichen. Nur die wenigsten Kryptowährungen erreichen eine hohe Marktkapitalisierung; wie Bitcoin, Bitcoin Cash, Ethereum, Litecoin, Ripple und Dash.

Sie ermöglichen digitalen Zahlungsverkehr ohne, dass Zentralinstanzen, wie zum Beispiel Banken, benötigt werden. Dies ist nur möglich mit Hilfe von dezentraler Datenhaltung und kryptographisch verschlüsselter Übertragungsprotokolle.

Digitale Währung basiert auf der manipulationssicheren Blockchain-Technologie. Das ist eine öffentliche Datenbank, welche von zum Beispiel Bitcoin genutzt wird, um Geldtransaktionen zu verwalten, als auch um sicherzustellen, dass der vereinbarte Betrag auch wirklich an die Zielperson übergeht. Transaktionen werden in „verketteten Blöcken“ dokumentiert, was mit einem großen Buchhaltungssystem vergleichbar ist.

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Der Bitcoin, die erste und weltweit bekannteste Kryptowährung, ist seit 2009 im Umlauf. Die Idee hinter der Einführung von Kryptowährungen war es, sich von Banken, Regierung und Regulierungen unabhängiger zu machen. Dies ist auch ein wesentlicher Unterscheid der meisten Kryptowährungen zum alltäglich geläufigen Geld.

Kryptos haben sich inzwischen zu einer sehr populären Anlageform entwickelt. Einige sehen darin, das große Geld – hohe Renditen und hohes Risiko. Denn so schnell wie die Kurse hochgehen, können diese auch wieder fallen. Das Prinzip bleibt meistens das gleiche: Es gibt immer eine begrenzte Stückzahl an „Tokens“. Diese werden häufig wie Aktien oder Anteilscheine behandelt. Das heißt je höher die Nachfrage, desto mehr muss für einen solchen Token gezahlt werden. Ein einzelner Bitcoin kostete Anfang 2016 noch um die 400 US-Dollar. Der „Hype“ um die neue Währung, die jetzt in jedermanns Munde ist, hat den Preis explodieren lassen. Ende 2017 schnellte der Kurs auf über 19.000 US-Dollar. Über die Jahre bis zur Corona Krise im Frühjahr 2020 setzten heftige Kursschwankungen zwischen 4000 – 12.000 US-Dollar ein. Ab Ende November 2020 ging es wieder rasant aufwärts bis der Bitcoin bei 19.133,40 US-Dollar angelangt war. Heutzutage (Stand: 16.06.2020) liegt der Kurs bei sagenhaften 39.074,30 US-Dollar.

Welche Vor- und Nachteile hat Kryptowährung zu „herkömmlichen Geld“?

Digitalität heißt meistens Schnelligkeit, Automatisierung, Modernität und beherbergt unendliche Möglichkeiten. Wie sieht es jedoch aus, wenn es sich um etwas beständiges wie Geld handelt. Sicherheit und Vertrauen stehen bei Vermögensverwaltung an erster Stelle – Können Kryptowährungen jedoch ein sicheres und vertrauenswürdiges Kapital darstellen?

  1. Dezentralisierung macht unabhängig

Kryptowährungen ermöglichen einen digitalen Zahlungsverkehr ohne zentrale Verwaltungen. Durch einen dezentralen Datenaustausch können Interessengruppen wie Banken oder Regierungen, weder einfach neues Geld drucken lassen, oder den Kurs manipulieren.

  1. Zugang für Jedermann

Es ist Fakt, dass es weltweit deutlich mehr Menschen mit einem Smartphone oder Internetzugang gibt, als Menschen die Zugang zu Bankensysteme haben. Somit bietet die Kryptowährung für benachteiligte Bevölkerungen großes Potential, da diese nun in ein bestehendes Finanzsystem aufgenommen werde können.

  1. Sofortige Abwicklung

Bei der Abwicklung von klassischen Transaktionen, wie Online-Überweisungen beim Kauf von Sachwerten oder Wertgegenständen zum Beispiel, kosten dritte Personen, wie zum Beispiel Banken, viel Zeit. Transaktionen in Kryptowährungen werden dahingegen meistens in Minuten oder Sekunden durchgeführt.

  1. Anonymität – Ein Vor- oder Nachteil?

Gerne wird der Vorteil der Anonymität ausgenutzt durch kriminelle Machenschaften. So können zum Beispiel Geldwäsche, Erpressung oder andere Straftaten viel einfach vonstattengehen. Die Firma Chainanalysis” fand durch eine Blockchain-Analyse heraus, dass im Jahr 2019 2,8 Milliarden Dollar in Bitcoin von kriminellen Quellen zu „Exchanges” (Tauschpartner) flossen.

Aber Anonymität bedeutet nicht nur schlechtes. Jeder hat durch die Anonymität, die Möglichkeit und das Recht auf Eigentum, ohne, dass dieses durch Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) Regularien oder anderen Instituten kontrolliert wird . Somit verfallen auch gläserne Konten, da andere Einrichtungen, die genau wissen möchten, wer, was verdient, dies nicht mehr tun können.

  1. Unsicherheit in der Geldanlage

Ein großer Nachteil an Kryptowährungen, ist die Unsicherheit. Bei einer falschen Überweisung ist das Geld verloren und kann auch nicht wiedergeholt werden, da es keine zentrale Kontrollstelle gibt. Außerdem ist Ihr Vermögen nur auf einem „Konto“ auf einer Webseite. Wer seine Zugangsdaten verliert, hat kein Zugriff mehr auf zu seinem Geld. Ein Beispiel dafür ist der Programmierer Stefan Thomas. Er besitzt 7002 Bitcoins im Wert von über 200 Millionen Euro (Stand: 25.06.2021). Doch er hat sein Passwort vergessen und außerdem nur noch zwei Passwort-Fehlversuche übrig, bevor sein „riesiger Digitalschatz“ gesperrt wird und er alles verliert.

Außerdem unterliegt digitale Währung starken Kursschwankungen. Der Euro zum Beispiel ist seit Jahren stabil, während in der Kryptowährungen sehr starke Schwankungen unterworfen werden. Somit macht es das in der Kryptowährung angelegte Vermögen sehr unzuverlässig.

  1. Kryptowährung sucht noch Akzeptanz

Kryptowährungen sind kein „offizielles“ Zahlungsmittel. Sie werden von Notenbanken kritisch gesehen und Ihre Akzeptanz und Relevanz hängt bisher nur vom Bekanntheitsgrad und von der Verbreitung ab. Außerdem kann Bitcoin nicht mit Bargeld ausgezahlt werden. Somit kann nur digital bezahlt werden und nur bei Händlern, die dies auch anbieten.

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Fazit – die Zukunft um die digitale Währung ist noch unklar

Bitcoins ziehen immer mehr Menschen in ihren Bann. Aufgrund der Kurssteigerungen werfen viele Neueinsteiger die anfänglichen Bedenken über Bord und springen ahnungslos in Investitionen in die Kryptowährungen. Auch Geschäfte bieten ihren Kunden nun in wachsender Zahl die Bezahlung mit Bitcoins und anderen Kryptowährungen an, mit der Hoffnung, dass Sie durch die digitale Münze profitieren. Viele Dinge sind jedoch noch ungeklärt, was die Kryptowährung angeht. So warnt auch die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) ausdrücklich vor den Risiken der Kryptowährung und empfehlen die „gewöhnliche Geldbörse“.

Wird die Kryptowährung die Art, wie wir unser Kapital anlegen und mit diesem bezahlen revolutionieren, oder wird der „Hype“ schneller verfliegen als gedacht? Das ist noch abzuwarten.

Bildquellen: André Francois McKenzie, Executium, Austin Distel

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2021-07-19T13:53:54+02:00

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