Was ist ein RFID und wie funktioniert es?

RFID

Was ist RFID und wie funktioniert es?

Viele Ein- und Ausgangssysteme nutzen bereits das RFID System, um den Zutritt zum Unternehmen so einfach und sicher wie möglich zu gestalten. RFID wird jedoch nicht nur an Türen oder zum Erfassen der Arbeitszeiten verwendet, sondern findet immer mehr Anwendungsmöglichkeiten im Alltag und scheint aus der Zukunft nicht mehr wegzudenken. In diesem Beitrag erfahren Sie was ein solches System beinhaltet, wie es funktioniert und wie Sie ihre Vorteile aus dieser Technologie ziehen können.

Gepostet: 14. Juni 2021

Autor: Felix Hehl

Kategorie:  IT&Software

Lesezeit: 2 Minuten

Das Thema RFID (Radio-Frequency IDentification) begegnet uns fast täglich. Jeden Morgen, wenn Sie die Türe zu Ihrer Arbeitsstelle mit Ihrem Chip öffnen, jeden Nachmittag, wenn Sie das Fitnessstudio besuchen und sogar im Jahr 2006 steckten in den WM-Tickets RFID Chips, um Fälschungen auszuschließen.

Doch was ist RFID eigentlich und wie funktioniert es?

RFID beschreibt den kontaktlosen Datenaustausch zwischen einem RFID-Transponder und einem RFID fähigem Lesegerät. Ein passiver RFID-Transponder ist ohne eine Energiequelle funktionsunfähig. Er kann keine Energie von alleine aufbringen und muss diese immer von einem externen Gerät beziehen. Hier kommt dann ein Leser ins Spiel. Dieser baut ein elektromagnetisches Feld auf, welches den RFID-Transponder dann mit Energie versorgt. Erst wenn der Transponder dieses Energiefeld betritt, ist ein Datenaustausch möglich. Ein aktiver RFID-Transponder hingegen ist mit einer internen Energiequelle z.B. einer Batterie ausgestattet und kann Reichweiten bis zu 100 Meter ansteuern.

RFID Scheckkarte von PSC

Was versteht man unter einem „Transponder“?

Jeder RFID-Transponder besteht aus zwei wesentlichen Dingen. Das ist zum einen der Mikrochip mit integriertem Chip und zum anderen die Antenne, durch die erst eine Kommunikation zustande kommt. Bei einem aktiven RFID-Transponder ist natürlich noch eine Batterie mit integriert. Die Auswahl des Gehäuses ist sehr vielseitig. RFID-Transponder gibt es in den verschiedensten Ausführungen, Farben und Varianten.

Oftmals werden RFID-Chips in Scheckkartenformat angeboten, weil diese handlich und ganz leicht in den Geldbeutel passen.

Eine andere Form ist die des Transponderchips. Dieser bietet den Vorteil, dass er sehr robust ist uns deshalb gerne in der Industrie verwendet wird. Der Chip in Anhängerform bietet in den meisten Fällen, die Möglichkeit diesen an einem Schlüsselbund zu tragen.

Je nach Anwendungsgebiet muss ein RFID-Transponder eine gewisse Menge an Daten speichern können. Die meistverwendeten Varianten liegen zwischen 4 Byte und 8 Byte. Auf einem 4 Byte Transponder kann zum Beispiel nur eine eindeutige Nummer (Unique ID = UID) gespeichert werden. Diese kann dann als Ausweisnummer innerhalb einer Firma für einen Mitarbeiter verwendet werden, um zum Beispiel den Zutritt zu gewähren, Zeiten zu erfassen oder sich für die Betriebsdatenerfassung zu authentifizieren. Es gibt aber auch RFID-Transponder, welche einen größeren Speicher mit zum Beispiel 8 kByte haben. Darauf könnte man dann bis zu 90 Zeilen mit je 180 Zeichen speichern.

Die verschiedenen RFID Leseverfahren

Es gibt sehr viele Leseverfahren, die von Transpondern genutzt werden können. Ein sehr bekanntes ist zum Beispiel „Mifare Desfire“. Dieses fungiert mit einer Frequenz von 13,56 MHz und ist mit den Speichergrößen 2, 4, 8 kByte und in der 72 kByte möglich. Bei Desfire gibt es ein Schreib- und Lesepasswort, welches nur Ausweise mit diesem speziellen Passwort an zum Beispiel einem Zeiterfassungsterminal zulässt. Mifare Desfire zählt zu den sichersten und aktuellsten Leseverfahren weltweit.

Ein anderes oft genutztes Leseverfahren ist Legic Advant. Dieses nutzt auch die 13,56 MHz Frequenz und sendet wie Mifare Desfire ebenfalls die Seriennummer. Legic Advant ist von 128 bis 4096 Byte erhältlich. Das besondere an dem Leseverfahren sind die frei programmierbare, variable Segmentlängen mit individuell programmierbaren Lese- und Schreibschutz.

Die RFID-Technologie ist weltweit eindeutig und es kann somit für jede noch so kleine Sache eine eindeutige Seriennummer generiert werden. Voraussichtlich werden im Laufe der Zeit in immer mehr Geräten RFID-Chips stecken mit dem Ziel den Menschen das Leben weiterhin zu erleichtern und komfortabler zu gestalten.

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Nutzen Sie bereits die RFID-Technologie in Ihrem Unternehmen oder halten Sie Ausschau nach einem passenden Anbieter? Wir beraten Sie hier gerne weiter und finden gemeinsam eine individuelle Lösung für ihr Unternehmen.

Bildquellen: Susanne Plank

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2021-06-14T12:59:30+02:00

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