NFT: Die Kryptowährung des Kunstmarks

NFT - Kryptowährung

NFT: Die Kryptowährung des Kunstmarks

Im Netz stolpert man mittlerweile doch immer wieder über den Begriff NFT. Als Teil der Etherum-Blockchain gehört NFT zur zweitwertvollsten Kryptowährung und ist gerade dabei den Online-Kunstmarkt zu revolutionieren. Was dahinter steckt, was NFT mit der Klimakrise zu tun hat und wie sich die damit einhergehende Problematik lösen lässt, lesen Sie im folgenden Beitrag.

Gepostet: 21. März 2022

Autor: Eileen Mägdefessel

Kategorie:  IT & Software

Lesezeit: 3 Minuten

Was ist NFT?

NFT steht für „non fungible Token“. Es sind Unikate und im Gegensatz zu Währungen wie Bitcoin kann der Wert eines NFT variieren, vergleichbar mit Sammelkarten oder Briefmarken. Sie basieren entweder auf dem ERC-721 oder ERC-1155 Token-Standard und werden nach Bitcoin als zweit wertvollste Kryptowährung eingeschätzt.

Die NFT werden wie Echtheitszertifikate für virtuelle Güter genutzt. Öffentlich und für jeden einsehbar auf einer Blockchain geschrieben. Häufig wird dafür Ethereum genutzt, aber auch andere Ketten können NFT anbieten. Der Besitzer lässt sich dabei jeder Zeit zu 100% nachvollziehen, da sämtliche Transaktionen in einem Block eingetragen werden. Dadurch kann auch eine Fälschungssicherheit gewährleistet werden.

Die typischen Güter, die als NFT dienen sind Videos, Musikstücke, Spiele-Items, digitale Kunstwerke oder auch Screenshots. []

Kunstmarkt und NFT

Besonders der Kunstmarkt scheint sich an NFT zu erfreuen. Digitale Künstler haben hier eine gute Möglichkeit für ihre Arbeit bezahlt zu werden und beim Weiterverkauf prozentual beteiligt zu werden. Und das Konzept scheint aufzugehen, Kunstbesitzer geben zum Teil Beträge in Millionenhöhe aus. Ein sicheres Einkommen bietet NFT dennoch nicht, denn der virtuelle Kunstmarkt ist ebenso schwankend wie der Materielle.

Wichtig für den Käufer zu wissen ist, dass keine Rechte am Werk mit verkauft werden, sondern der reine Besitz. Ähnlich wie beim Bild der Mona Lisa kann es Kopien des NFT geben, das Original gehört jedoch nur einem. Ebenfalls sollte man beachten, dass über die Jahre Dateiformate veralten, Passwörter zu einer Cryptowallet vergessen werden oder Websites schließen können ist.
Das ist jedoch für die meisten NFT Besitzer eher nebensächlich. Hierbei geht es nämlich oft nicht um das digitale Gut, sondern darum, der Exklusivität dieser Community anzugehören und einen Eintrag auf der Blockchain zu haben.

NFT - Kryptowährung

Wie NFT in die Hände der Klimakriese spielt

Cryptomining für NFT benötigt eine Menge Strom, denn die Ethereum Blockchain setzt auf „Proof of Work“, ein Konzept um Transaktionen zu validieren.
Um einen Block auf der Blockchain anlegen zu können, muss dieser nämlich zuerst durch schwierige mathematische Aufgaben verifiziert werden. Dabei konkurrieren mehrere sogenannte „Miner“, denn wer als erstes die Aufgabe löst, darf die Transaktion validieren und bekommt eine Aufwandsentschädigung in der jeweiligen Währung der Blockchain. Dieses Verfahren wird benötigt, um Angriffe abzuwehren, denn der Aufwand wäre größer als den letztendlichen Profit, den ein potentieller Angreifer daraus entnehmen könnte.

Dieses Konzept zieht mit sich, dass mehrere Computer gleichzeitig auf Hochleistung laufen, wobei alle bis auf einen keinen Nutzen ziehen. Da jeder der schnellste sein möchte, entsteht also ein Wettrüsten der Rechner. Durch die hohen Leistungsaufwände entsteht auch massenweise Elektroschrott, da alle 18 bis 24 Monate Servercomputer ausgetauscht werden müssen.

Mittlerweile wird davon ausgegangen, dass um die 50 Prozent der weltweiten Energie in Datenzentren ausschließlich für das Mining von Bitcoin verbraucht werden. NUR Bitcoin. Das bedeutet auch, dass das Minen mehr Strom verbraucht als Amazon, Apple, Google, Meta und Microsoft gemeinsam.
Auch wenn NFT weniger Energie verbraucht als das Minen für Bitcoin, ist der Verbrauch eines einzelnen NFT vergleichbar mit dem Stromverbrauch eines EU-Bürgers in mehr als einem Monat.

Ethereum 2.0

Ethereum kann momentan kaum noch mit den wachsenden Nachfrage umgehen, so dass sie vorhaben, Mitte dieses Jahr zum Konzept von „Proof of Stake“ (POS) zu wechseln. Das würde nicht schnelleren Durchsatz bedeuten, sondern auch eine drastische Reduzierung der benötigten Energie um ganze 99,95 Prozent.

Bei Proof Of Stake hinterlegen sogenannte „Validatoren“ Coins in eine Wallet. Je höher dieser Betrag ist, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie den nächsten Block verifizieren können. Diese Validatoren checken dann, dass die Transaktionen innerhalb des Blocks richtig sind. Zum Schluss bekommen sie die Transaktionsgebühren, die innerhalb des Blocks aufgelistet wurden als Entschädigung.
Die ehrliche Arbeit der Validatoren wird durch das Slashing Verfahren gewährleistet. Hierbei erhalten Validatoren ihre Renditen auf ihren Anteil, den sie investieren, während böswillige oder inaktive Validatoren vom Algorithmus gestraft werden und ihre im Block eingezahlten Coins verlieren.

Das POS Konzept könnte damit NFT auf eine neue Stufe bringen und mehr Menschen überzeugen, die Kunst lieben & machen aber ihren CO2 Abdruck in der Welt geringhalten wollen.

Bildquellen: Josh Appel, Tezos

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